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Bestimmungsschlüssel für die in Österreich
heimischen und häufig im Freiland kultivierten Gehölze

Anton Drescher, Pier Luigi Nimis, Felix Schlatti
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Bilder von Andrea Moro

Das ist ein Bestimmungsschlüssel für die in Österreich heimischen und häufig im Freiland kultivierten Gehölze. Während die heimischen Arten leicht einem Bestimmungsbuch zu entnehmen sind (FISCHER et al. 2008) konnte für die im Freiland kultivierten Gehölze auf eigene Erfahrungen in Ost- und Südösterreich zurückgegriffen werden. Für die Auswahl seltener gepflanzter Bäume und Sträucher wurden Gehölzfloren für die temperate Zone Mitteleuropas (MEYER et al. 1994, ROHLOFF & BÄRTELS 1996, C. SCHNEIDER 1904-06) herangezogen. Um die Häufigkeit einzelner Arten besser abschätzen zu können bzw. das derzeitige Angebot besser zu überblicken, wurden auch die online-Kataloge größerer Anbieter (Praskac, Ecker-Eckhofen, Loidl) konsultiert. Aus diesen Informationen wurde in mehreren Durchgänge eine Liste von 595 Taxa – von dem Boden anliegenden Teppichsträuchern wie der Quendel-Weide bis zum Echten Mammutbaum aus Nordamerika, der in seiner Heimat bis über 80 Meter Höhe erreicht - erstellt. Ein vorläufiger Schlüssel wurde im Frühjahr 2011 mit Hilfe des Programmes FRIDA (MARTELLOS 2010, NIMIS & VIGNES LEBBE 2010) und der Datenbank morpho- anatomischer Merkmale von Gefäßpflanzen aus dem Projekt Dryades der Universität Trieste geschafft. Diese Schlüssel wurde in der Vegetationsperiode 2011 unter Überprüfung eines Großteils der Merkmale sowohl an lebenden Pflanzen im Botanischen Garten der Universität Graz bzw. in Parkanlagen der Stadt als auch an getrocknetem Material im Herbarium des Institutes für Pflanzenwissenschaften der Universität Graz (GZU) optimiert. In schwierigen Fällen wurden zur Kontrolle auch neueste Florenwerke, die große Teile der temperaten Zone der nördlichen Halbkugel abdecken (Flora of China, Flora of North America), in einzelnen Fällen auch Floren kleinerer Teilgebiete (RHOADS & BLOCK 2000) herangezogen. Die oft große Anzahl von Kultivaren z.B. bei den Nadelgehölzgattungen Chamaecyparis (Scheinzypresse), Cupressus (Zypresse), Juniperus (Wacholder), Taxus (Eibe) u.a. wurde nicht berücksichtigt. In den allermeisten Fällen führt der Bestimmungsgang bis zur Art, bei einzelnen formenreichen Gattungen zu Artengruppen (z. B. Rhododendron (Azalee), Cotoneaster (Zwergmispel), Malus (Apfel), Rosa (Rose), Rubus fruticosus agg. (Brombeere). Bei Mängeln oder Fehlern in den Schlüssel sowie bei Bestimmungsproblemen sind wir für Rückmeldungen dankbar.

Literatur
FISCHER M.A., OSWALD K. & ADLER W. 2008 - Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein, und Südtirol. 3. Aufl.- Linz: Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterr. Landesmuseen.
Flora of China Editorial Committee, eds. 1999+ - Flora of China. – Missouri Botanical Garden.
Flora of North America Editorial Committee, eds. 1993+ - Flora of North America North of Mexico. 16+ vols. New York and Oxford.
MARTELLOS S. 2010 - Multi-authored interactive identification keys: The FRIDA (FRiendly IDentificAtion) package. Taxon, 59, 3: 922-929.
MEYER F.H., HECKER U., HÖSTER H.R & SCHROEDER F.-G. 1994 - Jost Fitschen. Gehölzflora: ein Buch zum Bestimmen der in Mitteleuropa wachsenden und angepflanzten Bäume und Sträucher. 10. Überarb. Aufl. – Quelle & Meyer. Heidelberg, Wiesbaden.
NIMIS P.L. & VIGNES LEBBE R. (eds.) 2010 - Tools for Identifying Biodiversity: Progress and Problems – ISBN 978-88-8303-295-0. EUT, 455 pp.
RHOADS A.F. & BLOCK T.A. 2000 - The plants of Pennsylvania: an illustrated manual. – University of Pennsylvania Press. Philadelphia.
ROLOFF A. & BÄRTELS A. 1996 - Gartenflora Band 1 - Gehölze. – E. Ulmer, Stuttgart.
SCHNEIDER C. K. 1904-06 - Illustriertes Handbuch der Laubholzkunde. Charakteristik der in Mitteleuropa heimischen im Freien angepflanzten angiospermen Gehölz-Arten und Formen mit Ausschluss der Bambuseen und Kakteen. – G. Fischer, Jena.